Das Landgericht Ravensburg entschied am 12. Mai 2026, dass die Senec GmbH mit ihrem Energiespeicher SENEC.Home V3 hybrid duo – 5,0 kWh gegen das Produktsicherheitsgesetz verstoßen und die Produkte daher nicht verkehrsfähig sind. Betroffene Kunden können nun Ersatzlieferung, vertragliche Rückabwicklung und Schadenersatzansprüche stellen. Mit dem Urteil wird die Herstellerhaftung für Brand- und Verpuffungsrisiken durch NCA-Zellen unterstrichen und Verbraucher durch einen kostenfreien Senec-Online-Check der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer geschützt werden.
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SENEC.Home V3 hybrid duo birgt unakzeptables Risiko für Verbraucher
Das Landgericht Ravensburg erklärte am 12. Mai 2026 (Az. 4 O 152/25), dass Senec GmbH durch das Inverkehrbringen der SENEC.Home V3 hybrid duo – 5,0 kWh gegen § 3 Absatz 1 ProdSG verstoßen habe. Die Batterie wurde als nicht verkehrsfähig beurteilt und vom Handel ausgeschlossen. Ferner begründete das Gericht daraus resultierende Schadensersatzansprüche für jegliche gesundheitlichen und körperlichen Schäden der Endanwender und stellte die Haftung des Herstellers vollständig und dauerhaft fest.
SENEC.Home V3 hybrid duo wegen NCA-Zellen nicht verkehrsfähig erklärt
Die Senec-Installation enthielt NCA-Zellen, die laut Gerichtsentscheidung mehrfach Brände und Verpuffungen verursachten. Sechs belegte Vorkommnisse genügen, um eine konkrete Gefahr für Leib und Leben festzustellen. Statistisch zeigte sich eine zwischenfallbedingte Quote von einem pro 21.666 Speicher. Diese Daten belegen die gravierende Gefahr, die von der Batterieinstallation ausgeht. Das Gericht ordnete deshalb das sofortige Inverkehrzugsverbot und die Rückholung aller betroffenen Einheiten an, um den Verbraucherschutz zu gewährleisten.
Richter sehen in SmartGuard-Update kein ausreichendes Sicherheitskonzept bei Senec
Im März 2022 führte Senec eine großangelegte Fernabschaltung von rund 66.000 vor Ort installierten Stromspeichern durch und setzte diese in einen stromlosen Standby-Betrieb. Die rückwirkend eingesetzte Diagnosesoftware SmartGuard reichte laut Landgericht nicht aus, um die verbleibenden Sicherheitslücken zu schließen. Beide Maßnahmen wurden als Indizien dafür gewertet, dass Hersteller künftige technische Updates und Schutzschaltungen in strengerem Maße auf Wirksamkeit und Rechtssicherheit prüfen müssen, um Gefahren tatsächlich zu bannen.
Gericht erkennt Schutzfunktion des ProdSG und stärkt Verbraucherrechte europaweit
Das Landgericht Ravensburg bezieht sich in seinem Urteil auf § 3 Absatz 1 und 2 des Produktsicherheitsgesetzes sowie auf § 823 Absatz 2 BGB und stuft das ProdSG als Schutzgesetz mit unmittelbarer Wirkung ein. Hersteller haben danach die Pflicht, Produkte ohne sicherheitstechnische Mängel in den Verkehr zu bringen. Selbst allgemeine Technologiegefahren gelten nicht als ausreichender Grund, unsichere Artikel zuzulassen. Verbraucher erhalten so klare, einklagbare Rechtsansprüche und effektive Möglichkeiten zur Durchsetzung ihres Schadensersatzrechts mit gerichtlicher Unterstützung.
Rückabwicklung und Entschädigung für SENEC.Home V3 hybrid duo ermöglicht
Die Entscheidung eröffnet Besitzern eines SENEC.Home V3 hybrid duo die Möglichkeit, Schadenersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. ProdSG geltend zu machen. Anspruchsoptionen beinhalten Rückzahlung des Kaufpreises, Kaufpreisminderung oder Kompensation für Nutzungsausfallzeiten. Mit dem kostenfreien Senec-Online-Check der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer lässt sich online eine erste rechtliche Beurteilung vornehmen. Die digitale Plattform bietet schnellen, übersichtlichen Zugang zu juristischen Empfehlungen und erleichtert den Start in Nachverhandlungen. komplett anmeldegebührfrei und ohne zusätzlichen Mehraufwand.
Statistische Gefahr: Ein Zwischenfall pro 21.666 Speichern in Studie
Nach Auffassung der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer markiert das Urteil des Landgerichts Ravensburg einen Entscheidenden Wendepunkt in der Aufarbeitung des Senec-Skandals. Während das Landgericht Schweinfurt bisher vor allem Konsumniveau und Sachmängel prüfte, legt Ravensburg nun das Augenmerk ausdrücklich auf erhebliche Sicherheitsrisiken mit Gefährdungspotenzial für Leib und Leben. Fachanwälte erwarten, dass Oberlandesgerichte diesen verbraucherfreundlichen Pfad bestätigen und Herstellerhaftung weiter verschärfen.
Das wegweisende Urteil etabliert verbindliche Sicherheitskriterien für stationäre Batteriespeicher im Haus- und Netzbetrieb, verschärft die Herstellerhaftung und eröffnet Geschädigten weitreichende Ersatzforderungen. Verbraucher können den vollständig kostenfreien Senec-Online-Check in Anspruch nehmen, um ihre individuellen Entschädigungsansprüche schnell und unverbindlich prüfen zu lassen. Diese Entscheidung sendet ein unmissverständliches Signal an die Speicherbranche, dass technologische Innovationen nur bei kompromissloser Produktsicherheit zugelassen werden dürfen und schafft damit eine solide Basis für das Vertrauen künftiger Nutzer.

